03. März 2026
Aktuell beschäftige ich mich mit dem Thema "Lernumgebung". Was braucht es, um nachhaltig zu lernen? Dabei habe ich ein Selbstexperiment gestartet. 
Bisher habe ich im Büro gelernt, meist mit Hintergrundgeräuschen und dem alltäglichen Chaos auf meinem Bürotisch.
Zu meinem aktuellen Studiengang habe ich mir bewusst ruhige Zeitfenster geschaffen. Kein Fernseher, kein Handy, Festnetzanrufe nimmt mein Mann entgegen, auf dem Tisch liegen nur die Unterlagen zum aktuellen Kapitel sowie mein Laptop, auf Ruhemodus solange ich ihn nicht brauche. 
Ich arbeite hauptsächlich analog, das heißt, ich markiere mit Leuchtmarker mir wichtig erscheinende Textpassagen / Begriffe. Manchmal mache ich ein Fachsprachenblatt mit den Begriffen, manchmal eine kurze Zusammenfassung. Hin und wieder recherchiere ich im Internet (kein Chat GPT da diese keine evidenzbasierte Suchmaschine ist!!!) 
Die Studienaufträge erledige ich gleich nach der Bearbeitung der Kapitel. 
Nach 4 Modulen, bei denen ich so gearbeitet habe, kann ich feststellen, dass das vermittelte Wissen immer noch gut vorhanden ist. Somit ist die Lernumgebung für mich nachhaltig.
Aktuelle Studien belegen, dass eine ruhige Atmosphäre hilft, besser zu lernen. Unser Gehör arbeitet unwillkürlich, es arbeitet also ständig. Wenn wir nun Musik hören, ist ein Teil unseres Gehirns immer abgelenkt. Viele meiner Berufslernenden sagen von sich, dass sie Nebengeräusche brauchen, um sich zu konzentrieren. Ich frage mich daher, sind sie es nicht gewohnt, wenn es ruhig wird? Was meinen Sie dazu? Schreiben Sie mir gerne auf [email protected]. Ich bin gespannt auf Ihre Meinungen.